Gibt es klar definierbare Unterschiede zwischen Qi Gong und Tai Chi?
Qi Gong (Qi = Energie, Gong = Übung) ist eine sanfte Methode zur Selbstheilung und Gesundheitsförderung. Sie ist - wie die Akupunktur - ein Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin (TCM). Qi Gong zählt nicht zur Familie der Kampfkünste und hat ausschliesslich gesundheitliche Ziele. Ziel von Qi Gong ist es, die Lebensenergie des Einzelnen zu stärken. Qi Gong beinhaltet im Gegensatz zu Tai Chi wenig Bewegungsarbeit und kann im Stehen, Sitzen oder Liegen ausgeübt werden. Qi Gong besteht aus einzelnen Übungen und ist wesentlich leichter zu erlernen als eine komplette Bewegungsabfolge des Tai Chi. Qi Gong beinhaltet im weiteren - je nach Qi Gong Art - innere, geistige und philosophische Arbeit. Der Einfluss auf die Gesundheit ist bei Qi Gong zielgerichteter und effizienter als bei Tai Chi.
Tai Chi Chuan (Taichi, Taiji, Taijiquan) wurde ursprünglich als innere Kampfkunst entwickelt, die als Form ausgeführt wird. Es verbindet die Aspekte Selbstverteidigung, Gesundheit und Meditation. Mittlerweile wird Tai Chi jedoch kaum noch als Kampfkunst gelehrt, sondern häufig als "Meditation in Bewegung". Tai Chi besteht aus langsam ausgeführten Bewegungsabläufen und basiert auf grösstmöglicher Entspannung. Diese Bewegungsabläufe werden Formen (jap. Katas) genannt. Neben verschiedenen Faustformen werden auch Waffen-Formen praktiziert. Tai Chi ist im Vergleich zu Qi Gong körperorientierter, obwohl auch geistige Aktivitäten wie z.B. Qi- und Atemführung geübt werden.
Diese Publikation wurde publiziert von Kampfsportschule Aarau - Schule für Karate, med. Qi Gong und Yoga. Hauptsitz Aarau am Di, 18/08/2009 - 19:25
